Elena starostina

 

Elena Starostina
Künstlerin

Jenseits des Alltags

... In der Malerei von Elena Starosrtina finden sie keine Analyse und kein pathologisch-anatomisches Auseinandernehmen aber dafür das begehrte Vollkommensein, das heutzutage, wenn Überschuß an Körperlichkeit so oft zur Distrophie der Seele führt, von vielen vermisst wird. .....

.... Die Künstlerin schält den Alltag von Routine und Prosa, von vernichtenden Leidenschaften und Verzweiflung und entdeckt die jenseitige Schönheit und Poesie alltäglicher Dinge. Die brennend-fröhliche Malerei von Elena Starostina rekonstruiert das kindliche Paradies mit seiner Daseinsfreude und ungestörter Begeisterung vor der Schöpfung und läßt uns wie in der Kindheit höhere Harmonie der materiellen Welt mit ihrer hellen inneren Füllung empfinden.

... Viele moderne Kunstchaffende haben Angst vor Tradition und sind ständig bestrebt, deren Spuren aus ihrem Schaffen wie verhasste Muttermale auszurotten. Elena Starostina hat keine

Ängste solcher Art. Wie jede normale Frau und Mutter will Sie ihre künstlerische Welt auf einem festen Fundament bauen, den u.a. die russische realistische Malerei und der Impressionismus bilden. Die Malerin hegt und pflegt die Traditionen, damit am festen Baumstamm der künstlerischen Kontinuität ein junges Grün Ihrer Eigenart aufsprießt. ...

Die Farbtönung der Werke von Elena Starostina ist sehr vielfaltig: von durchsichtigem, frischem, noch kühlem aber schon zärtlichem Blau der See im Mai über heidnisches Rot-Gelb äquatorialer Hitze und Schlaffheit bis zum geheimnisvollen Lila einer alten Stadt beim Schneefall. Für die Malart der Künstlerin ist nicht das Interesse zu den kleinsten Einzelheiten, sondern eher eine höhere Nachlässigkeit kennzeichnend: ein Paar wählerischer Arabesken mit dem Pinsel - und die Dinge werden lebendig und beginnen zu pulsieren. ....

... Was den Stil anbetrifft, so ist Elena Starostina keine Vegetarierin. Sie probiert unterschiedliche Stile wie ein Model verschiedene Kleider an. Aber jedem Stil versucht sie ihre eigene Individualität und Plastik zu verleihen. ...

(Aus: “Isograph” – Zeitung des Moskauer Künstlerverbandes)